Neues Digitalkamerasystem von Samsung
Konkurrenz für Micro Four Thirds
Im Vorfeld der US-Fotofachmesse PMA, die vom 3. bis zum 5. März in Las Vegas stattfindet, hat der koreanische Konzern Samsung ein neues Digitalkamerasystem mit Wechselobjektiven vorgestellt. Die ersten Geräte aus der neuen Serie sollen in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres auf den Markt kommen. Genaue Daten und Preise sind noch nicht bekannt.
Das NX-System folgt demselben Konzept wie das im vergangenen Jahr von Olympus und Panasonic vorgestellte Micro-Four-Thirds-System (MFT), nur dass Samsung auf Sensoren im APS-C-Format zurückgreift, wie sie derzeit in den meisten digitalen Spiegelreflexkameras (DSLRs) verbaut werden. Diese Sensoren sind größer als jene, die in kompakten Digicams und Bridge-Kameras verbaut werden, und bieten auch bei höheren Auflösungen und Empfindlichkeitsstufen geringeres Bildrauschen.
Kompakte Bauweise
Im Gegensatz zu den DSLRs verfügen NX-Kameras allerdings über keinen Spiegelkasten, sondern über einen elektronischen Sucher oder den Bildschirm am Kamerarückteil. Dadurch können NX-Kameras kompakter gebaut werden als Spiegelreflexkameras. Laut Samsung konnte im NX-System der Abstand zwischen Sensor und Bajonettanschluss gegenüber einer APS-C-DSLR um 60 Prozent verringert werden.
Samsung selbst hat im Jänner 2008 einen selbst entworfenen CMOS-Sensor mit 14,6 Megapixel Auflösung vorgestellt, der in der eigenen DSLR GX-20 und der weitestgehend identisch aufgebauten Pentax K20D verbaut wird. Dieser Sensor ist bereits "Live View"-fähig. Inwieweit das NX-System über Adapter zu den von Samsung in dessen DSLRs eingesetzten Pentax-K-Bajonetten kompatibel ist, hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben.