© ORF.at/Nadja Igler, Roboter im Relaxmodus

RoboCup: Tag eins in Bildern

GRAZ
30.06.2009

Die Roboter sind los und belagern seit Montag mit ihren menschlichen Helfern die Messe Graz, um sich dort auf die Roboter-WM RoboCup vorzubereiten. Tag eins war vor allem von der Registrierung, dem Aufbau der Arbeitsplätze und teilweise sehr tiefgehenden Modifikationen an den Geräten geprägt.

Montag, 29. Juni, 22.00 Uhr: Die ersten Teams hängen bereits ermattet in den Seilen beziehungsweise Sesseln. Dabei hat der "Wahnsinn" RoboCup erst angefangen.

Seit Montagfrüh trudeln Roboterhersteller aus aller Welt in Graz ein. Sie werden ab Mittwoch ihr Können unter Beweis stellen. Davor allerdings müssen viele Bots noch zusamengebaut werden - manche werden überhaupt erst in den Messehallen fertiggestellt.

Binnen kurzer Zeit werden ganze Werkstätten installiert, und wer gerade keinen Schraubstock zur Hand hat, übt sich eben im Freihändigbohren. Noch gab es keinen schwerwiegenden Unfall zu verzeichnen, dafür stieg in einer Halle kurz Rauch auf.

Für die bereits zusammengebauten Roboter und ihre Helfer gibt es ebenfalls einiges zu tun: Die Serviceroboter der Liga RoboCup@home etwa müssen sich die diversen Objekte einprägen, die sie später in der eigens aufgebauten Arena finden müssen.

Auch sonst müssen offenbar einige Bewerbe wie das Verfolgen von Menschen in einem gewissen Abstand noch geübt werden.

Roboter der Middle Size League beim Training.

Bei den Nao-Robotern der Standard Plattform League liegen nicht nur Nerven blank, sondern auch so manches Hirn.

Überhaupt wird mit den teuren Stücken teilweise doch recht unsanft umgegangen, aber der französische Hersteller ist anwesend und repariert die Roboter im Bedarfsfall.

Sofern sie einsatzbereit sind, müssen auch die Naos noch trainieren.

Um auch die menschlichen Helfer bei Laune zu halten - und damit bei der Essensbeschaffung nicht zu viel Zeit verloren geht -, haben manche Teams kleine Küchen mit Kühlschränken, Getränken und Kaffeemaschine improvisiert. Nicht jedes Piepsen in den Messehallen bedeutet, dass gerade ein Roboter unterwegs ist, manchmal heißt es schlicht: Essen fertig.

Für die Roboter und die anderen technischen Geräte gibt es ebenfalls ausreichend "Nahrung". Vielleicht kann sich die EU nach den Handyladegeräten dieses Kabelsalats annehmen und ihn entwirren.

Ein Blick über die Halle mit den Nao-Robotern, der Humanoiden-Liga, der Small-Size-Liga und der Simulation League. Die Middle-Size-Liga sowie die Rescue- und Serviceroboter nehmen noch einmal so viel Platz ein, die Junior-Ligen haben ebenfalls einen ganzen Stock zur Verfügung.

In diesem Areal müssen die Rescue-Roboter ihre Einsatzbereitschaft zeigen.

Für die Serviceroboter wurde eine 100 qm große Wohnung samt allen notwendigen Einrichtungsgegenständen nachgebildet. Die meisten wurden allerdings zur Sicherheit nicht in Betrieb genommen.

Dem Vernehmen nach wurde bis in die späten Nachtstunden noch an den Robotern geschraubt - allerdings nicht in den Messehallen, denn dort wurde ab 22.30 Uhr schrittweise das Licht ausgemacht, um die Tore um 23.00 Uhr endgültig schließen zu können. So mancher Teilnehmer hätte sich wohl am liebsten an Tische und Roboter gekettet, um die Nacht mit Arbeiten verbringen zu können.

(futurezone/Nadja Igler)