03.06.2003

DEUTSCHLAND

Bildquelle: fuZo

Jeder Dritte hat Angst vor Handystrahlung

Ein Drittel der deutschen Handynutzer hat Bedenken bezüglich der Gesundheitsgefahren des Telefonierens mit dem Mobiltelefon, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Soreon.

Die Angst vor Mobilfunksendemasten sei demnach im Vergleich zu früheren Befragungen gestiegen und höher als die vor Endgeräten.

Durch die Debatte über Risiken elektromagnetischer Strahlen drohe den Netzbetreibern "im wahrscheinlichsten Szenario" ein Umsatzverlust im Jahr 2006 von etwa zwei Mrd. Euro. Das entspreche einem Umsatzrückgang von beinahe acht Prozent.

Gewinner: Netzwerklieferanten und Festnetz

Durch die grassierende "Handyangst" sehen sich Mobilfunkprovider mit jährlichen Mehrkosten und Investitionen zwischen 60 Mio. Euro und im schlimmsten Fall 750 Mio. Euro konfrontiert.

Ursachen dieser Kosten sind zusätzliche Netzwerkinvestitionen im Falle einer Grenzwertsenkung sowie Folgekosten von Gerichtsentscheidungen zum Abbau bestehender Sendemasten.

Einige Sparten profitieren hingegen von dem Umstand. Netzwerklieferanten winken zusätzliche Umsätze von bis zu acht Prozent auf Grund der durch eine mögliche Grenzwertsenkung erforderlichen hohen Anzahl zusätzlicher Sendemasten. Und Festnetzbetreiber gewinnen leicht durch den Trend "zurück zum Festnetz".