Mehr Firmen-PCs mit Raubkopien erwischt
Die Schadensersatzzahlungen durch Unternehmen wegen der Verwendung von Raubkopien sind heuer gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gestiegen.
Während im Gesamtjahr 2003 rund 3.000 Rechner in Deutschland und Österreich Gegenstand von Ermittlungen wegen unlizenziertem Softwareeinsatz waren, liegt diese Zahl 2004 nach Ablauf des dritten Quartals bereits bei 10.000 Rechnern, teilte die Business Software Alliance [BSA] mit.
Am häufigsten untersucht werden demnach Unternehmen der Bau- und die Medienbranche.
Strengere Richtlinien für Mitarbeiter
Die BSA versucht die Firmen zur verstärkten Kontrolle ihrer
Netzwerke und strengeren Richtlinien für ihre Mitarbeiter bewegen.
Ein entsprechender Muster-Vertrag steht online bereit.
Österreicher zählen zu den "Bravsten"
Jede dritte weltweit eingesetzte Software ist laut einer internationalen Studie der BSA eine Raubkopie.
Die österreichischen Computernutzer zählen im internationalen Vergleich zu den "bravsten" Softwarekunden, nur 27 Prozent der in Österreich eingesetzten Software sind illegale Raubkopien.
In einer fuzo-Umfrage im Juli diesen Jahres gaben 14 Prozent der Leser an, ausschließlich mit Raubkopien zu arbeiten. 36 Prozent teilten mit, teilweise Raubkopien im Einsatz zu haben.
Ingesamt 20 Prozent der Nutzerrechner sind nach eigenen Angaben völlig frei von kopierter Software.
Bei 30 Prozent stellt sich die Frage nicht, sie nutzen ausschließlich Open-Source-Software. Insgesamt nahmen 396 Leser an der Umfrage teil.
Das Vote-Ergebnis im Detail