Experten raten zu weniger Handytelefonie
Das staatliche britische National Radiological Protection Board [NRPB] empfiehlt britischen Eltern in seinem jüngsten Report einen "vorsorglichen" Umgang mit dem Handy.
Sie sollen ihren Kindern unter neun Jahren das Handy möglichst gar nicht überlassen, nachdem einige Studien zuletzt einen Zusammenhang zwischen der Handynutzung und Krankheiten wie Gehirntumoren nicht mehr ausschließen wollten.
Zwar gebe es keinen sicheren Hinweis darauf, dass Handystrahlung gefährlich ist, doch könne die Möglichkeit der Gefährlichkeit auch nicht mehr ausgeschlossen werden.
Vor allem Kinder unter neun Jahren sind demnach durch ihren geringeren Kopfumfang der Handystrahlung besonders ausgesetzt und sollten daher wenig bis kaum mit Handys näher in Berührung kommen. Zudem ist das Nervensystem noch nicht vollständig entwickelt.
Generell sollten allerdings auch Erwachsene eher SMS schreiben anstatt das Handy übermäßig zum telefonieren zu nützen, so die Empfehlung.
Nachdem der Bericht veröffentlicht wurde kündigte Commun8, die ein Handy-Service nur für Kinder anbietet, an, seine Geschäftstätigkeit in diesem Bereich einzustellen. Die britischen Mobilfunker streichen vor allem den fehlenden eindeutigen Zusammenhang zwischen Handytelefonie und Gesundheitsschäden hervor.

Auch WLAN und Bluetooth
Der NRPB-Bericht zitiere dazu diverse Studien, unter anderem eine der Independent Expert Group on Mobile Phones aus dem Jahr 2000, die vom jetzigen NRPB-Vorsitzenden William Stewart geleitet wurde.
Jüngste Studien, wie jene überwiegend von der EU finanzierte von Professor Franz Adlkofer, gehen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen Schäden der Erbsubstanz der Zellen [DNA] und der Nutzung von Mobiltelefonen nicht ausgeschlossen werden kann.
Eine schwedische Studie vom April 2004 sah einen Zusammenhang zwischen Handynutzung und Tumoren an Hörnerven, eine niederländische aus dem Jahr 2003 Auswirkungen auf Gehirnfunktionen.
Der Bericht erwähnt wie alle anderen davor auch, dass die Studien zur Überprüfung von anderen Labors erneut durchgeführt werden sollten, bevor irgendwelche endgültigen Schlüsse gezogen werden können. Auch eine nähere Untersuchung der Auswirkungen von Funktechnologien wie Bluetooth und WLAN wurde vom NRPB empfohlen.