Hälfte der EU-Bürger online
Mehr als die Hälfte der knapp 500 Millionen EU-Bürger nutzen das Internet. Unter den 27 EU-Staaten gibt es jedoch erhebliche Unterschiede in der Verfügbarkeit und der Nutzung schneller Internet-Angebote.
Einem Bericht der EU-Kommission vom Freitag zufolge wuchs die Zahl der regelmäßigen Internet-Nutzer im vergangenen Jahr um 40 Millionen auf nunmehr 250 Millionen.
80 Prozent davon verfügen über einen Breitbandanschluss, so das Ergebnis eines Kommissionsberichts über die bisher erzielten Ergebnisse der i2010-Initiative, der auf das digitale Umfeld ausgerichteten Strategie der EU für Wachstum und Beschäftigung.
Unternehmen bei Breitband vorne
"Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass 77 Prozent der EU-Unternehmen, 67 Prozent der Schulen und 48 Prozent der Ärzte nun mit schnellen Breitbandanschlüssen ausgestattet sind. Aber einige Teile der EU liegen in Bezug auf den Netzanschluss noch immer weit zurück. Alle EU-Länder müssen deshalb noch größere Anstrengungen unternehmen, um die Lücken zu schließen, grenzüberschreitende Kommunikationsdienste auszubauen und jene Dienste zu verbessern, mit denen auch ländliche und abgelegene Gebiete angebunden werden können", sagte die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding.
Österreich im vorderen Mittelfeld
In den ersten drei Monaten dieses Jahres nutzten 4,7 Millionen Menschen oder 67 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet. Zu diesem Ergebnis kam das Marktforschungsinstitut GfK Austria, das am Montag das erste Quartal seines Online-Monitors 2008 präsentierte.
Zahlreiche Herausforderungen
Herausforderungen sieht die Kommission dem Bericht zufolge etwa im Bereich Forschung. Sorgen bereitet auch die Tatsache, dass 40 Prozent der Europäer das Internet überhaupt nicht nutzen, wobei die Spannbreite von 69 Prozent [Rumänien] und 65 Prozent [Bulgarien] über 62 Prozent [Griechenland] bis zu nur 13 Prozent in den besten Mitgliedsstaaten [Dänemark, Niederlande] reicht.
Um die Nutzung neuer Online-Technologien voranzutreiben, wird die Kommission im Laufe des Jahres 2008 einen EU-Leitfaden über die Nutzerrechte und -pflichten im digitalen Umfeld veröffentlichen.
Weiters will die Kommission großangelegte Projekte in Angriff nehmen, um europaweite öffentliche Dienste wie die grenzüberschreitende Anerkennung elektronischer Identitätsnachweise und elektronischer Signaturen voranzubringen.
(futurezone | dpa)