WKÖ erneuert Wunsch nach IT-Ministerium
Gefahrenpotenzial Nachwuchsmangel
In einer Aussendung vom Mittwoch hat die Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] ihre schon seit längerem im Raum stehende Forderung nach einer kohärenten IT-Politik der Bundesregierung erneuert.
Laut Alfred Harl, Obmann des IT-Fachverbands der WKÖ, beklagen 47 Prozent der heimischen Unternehmen aus der Branche den Fachkräftemangel. 59 Prozent der befragten Betriebe erwarten, dass sich diese Situation in naher Zukunft noch weiter verschlechtern werde.
IT-Koordinator
"Österreich braucht einen IKT-Know-how-Träger im Ministerrang, ein eigenes IKT-Ministerium", so Harl. Eine Koordination der IT-Themen auf höchster politischer Ebene sei auch in anderen Industriestaaten wie den USA und Deutschland üblich.
Anfang März hatte die Bundesregierung die "Internetoffensive Österreich" gestartet. Unter der Beteiligung von 150 Unternehmen und Organisationen wurden sechs Arbeitskreise zu verschiedenen IT-Themenkreisen gebildet, die im Herbst eine "Österreichische Internetdeklaration" präsentieren sollen.
Geleitet werden die Arbeitskreise der "Internetoffensive" von Experten aus Wirtschaft und Bildung: UPC-Geschäftsführer Thomas Hintze steht dem Arbeitskreis "Generationen und Bildung" vor, Rene Tritscher von der Wirtschaftskammer leitet "Wirtschaft, Infrastruktur und E-Government", HP-Chef Rudolf Kemler engagiert sich für "Gesundheit und Soziales", Matthias Grandosek von der AK Wien für "Sicherheit und Konsumentenschutz".
Der Bereich "Wissenschaft und Forschung" unterliegt Peter Rastl von der Universität Wien, Rudolf Fischer [Telekom Austria] nimmt sich "Kultur und Medien" an.