Recycling für Handys und Computer
Die EU-Umweltminister haben sich gestern grundsätzlich darauf verständigt, dass die Industrie künftig ausgediente Elektrogeräte zurücknehmen und auf eigene Kosten wiederverwerten muss.
Der von den Ministern am Donnerstag in Luxemburg getroffene Beschluss sieht vor, dass in den 15 Mitgliedsstaaten Sammelstellen für ausgediente Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Computer und Mobiltelefone eingerichtet werden müssen. Je nach Gerätetyp sollen 50 bis 75 Prozent der Schrottbestandteile recycelt werden.
Gesetz muss noch vom Parlament gebilligt werden
Das geplante EU-Gesetz, das noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden muss, war bereits im Vorfeld von der Elektroindustrie wegen der zu erwartenden Kosten kritisiert worden.
Hohe Kosten für Elektronikindustrie
Sie befürchtet, dass allein für das Wiederverwerten der derzeit auf dem Mark befindlichen Geräte mindestens 560 Milliarden ATS veranschlagt werden müssen.
Die Minister gewährten allerdings Griechenland und Irland, die beim Recycling im europäischen Vergleich hinterherhinken, mehr Zeit zur Umsetzung der Vorgaben. Zudem werden Kleinbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern für fünf Jahre bei den Recyclingvorschriften Ausnahmeregelungen gewährt.
Den Beschlüssen des Ministerrats zufolge sollen zudem gesundheitsgefährdende Substanzen wie Blei und einige Flammschutzmittel in Elektrogeräten ab dem Jahr 2007 verboten werden.