Frauen holen bei Web-Nutzung auf
Bei der Online-Nutzung nähern sich Männern und Frauen immer weiter an: Jeweils zwei Drittel nutzen das Netz für Infos, Online-Banking oder Einkauf. Während Männer allerdings mehr Musik herunterladen, nutzen Frauen E-Mails öfter.
Zwei Drittel der US-Amerikaner sind derzeit online, 68 Prozent der Männer, 66 Prozent der Frauen, so eine aktuelle Studie des Pew Internet and American Life Projects.
Ein, wenn auch kleiner, Unterschied besteht laut Studie allerdings weiter in der Art der Nutzung: Während Männer mehr als Frauen online nach dem aktuellen Wetter, nach Nachrichten, Sport, Politik und Finanzen suchen, nutzen Frauen dafür öfter E-Mails und suchen online nach Gesundheitsinformationen.
Die Männer gaben zudem auch an, online öfters Musik herunter zu laden oder an einem Kurs teilzunehmen.
Für die Männer ginge es vor allem um die Fakten, so die Studienautorin Deborah Fallows, für Frauen dagegen darum mit anderen in Kontakt zu bleiben.
Befragt wurden im Laufe des Jahres 6.403 Personen, 68 Prozent der Männer und 66 Prozent der Frauen gaben dabei an, das Internet zu nutzen. Bei einer Abweichung von plus/minus zwei Prozent ein, statistisch gesehen, vernachlässigbarer Unterschied. 2002 waren es noch 61 bzw. 57 Prozent.
Frauen nutzen E-Mails intensiver
Generell seien die Männer die etwas intensiveren Nutzer, so die Studie, die sich öfter einloggen und eher technische Neuerungen ausprobieren würden. Zudem sind Männer demnach länger online, nutzen Suchmaschinen öfter und intensiver und haben eher eine Breitband-Verbindung.
Doch die Frauen holen eindeutig auf, vor allem bei der Kommunikation. So nutzen Frauen E-Mails öfter als Männer, um Freunden und Familie zu einer Reihe von Themen, wie etwa Nöte, Neuigkeiten oder Witze zu schreiben. Sie schätzen und nutzen E-Mails als Möglichkeit, Beziehungen auch online zu pflegen. Männer dagegen schreiben öfter E-Mails an Organsiationen.
Wenn es um die Geschäfte geht, sind die beiden Geschlechter wieder fast gleich auf: Beim Online-Einkauf und beim Online-Banking gibt es keinen zahlenmäßigen Unterschied, dafür beim Bezahlen und anderen Finanztransaktionen.
Männer nutzen das Internet eher um ihre Rechnungen zu zahlen, bei Auktionen mitzusteigern oder digitalen Content wie Musik zu kaufen.
Der Unterschied liegt im Detail
Männer pflegen laut Studie auch ihre Hobbys gerne online und wollen sich im Netz unterhalten lassen, etwa mit Spielen, Musik und Videos oder schlicht mit Online-Lektüre.
Selbst wenn es den einen oder anderen Unterschied geben mag, die Art der Nutzung legt doch nahe, dass Männer wie Frauen das Netz vor allem wegen seines praktischen Nutzen, etwa Zeit sparen durch Online-Banking, schätzen und nutzen.
Zum einholen von Informationen wird das Netz ebenfalls von beiden Geschlechtern gerne und gut genutzt, auch wenn hier die Themenschwerpunkte offenbar etwas differieren.
(Futurezone / AP)