BenQ-Siemens startet als weltweite Marke
Der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ und die deutsche Siemens-Handysparte sind nun endgültig vereint: In Berlin wurden am Dienstag die ersten Handys unter der neuen Doppelmarke mit Ablaufdatum präsentiert.
Der Neustart der früheren Siemens-Handysparte ist vollzogen: Der taiwanesische IT-Konzern hat am Dienstag die Marke "BenQ-Siemens" weltweit eingeführt.
Zum Startschuss wurden in Berlin drei neue Multimedia-Handys vorgestellt. Sie sollen die ersten von 25 bis 30 neuen Modellen sein, die 2006 auf den Markt kommen, sagte BenQ-Mobile-Vorstandschef Clemens Joos.
BenQ hatte im vergangenen Jahr die verlustreiche Siemens-Handysparte übernommen. Am 1. Oktober 2005 nahm die neue Gesellschaft BenQ Mobile den Geschäftsbetrieb auf.
Joos sagte, Ziel sei es, BenQ Mobile bis Ende dieses Jahres profitabel zu machen.
Edle Materialien
Zum Start von BenQ-Siemens stellte das Unternehmen am Dienstag die ersten drei Produkte vor, die den neuen gemeinsamen Markennamen tragen - das EF81, das S68 und das S88.
Mindestens ein Drittel der BenQ-Siemens-Handys des Jahres 2006 soll UMTS-tauglich ein. Drei von vier Produkten werden einen Musik-Player oder ein UKW-Radio enthalten, und in jedem zweiten Handy ist eine Kamera mit mindestens 1,3 Megapixeln eingebaut, teilte Joos mit.
BenQ-Siemens wolle sich von der Konkurrenz auch beim Material unterscheiden. Dabei soll weniger Kunststoff und mehr Metalle wie Edelstahl, Aluminium und Magnesium verwendet werden.
Zehn Prozent Marktanteil
Ziel sei es, BenQ Mobile bis Ende dieses Jahres profitabel zu machen. "In einigen Jahren" hält Joos einen weltweiten Marktanteil von zehn Prozent für möglich. Zuletzt lag er nach Expertenschätzungen bei rund fünf Prozent.
Alle großen Mobilfunkbetreiber wollen nach Angaben von Joos die BenQ-Siemens-Modelle in ihr Angebot aufnehmen.
Fünf Jahre lang kann BenQ noch die Namens- und Markenrechte von Siemens nutzen. Spätestens dann wird Siemens als Namensbestandteil von den BenQ-Mobile-Telefonen verschwinden, je nach Entwicklung vielleicht auch schon früher.