Panasonic in den roten Zahlen

2008
15.05.2009

2,9 Milliarden Euro Verlust nach 2,2 Milliarden Gewinn

Der japanische Elektronikriese Panasonic hat im Zuge der Wirtschaftskrise im zurückliegenden Geschäftsjahr erstmals seit sechs Jahren rote Zahlen geschrieben. Der Konzern leidet wie alle japanischen Hersteller unter der starken Landeswährung Yen, sinkender Nachfrage und dem Preisverfall bei vielen Produkten.

Der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende März) habe sich auf umgerechnet 2,9 Mrd. Euro belaufen - nach einem Gewinn von 2,2 Mrd. Euro vor einem Jahr, teilte der Konzern am Freitag mit. Für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 rechnet Panasonic mit einem Fehlbetrag von 1,5 Mrd. Euro. Das ist mehr als von Analysten erwartet, die im Schnitt nur von einem Minus von 813 Mio. Euro ausgingen.

Panasonic leidet auch unter den hohen Kosten für seine Restrukturierung. Diese werde sich im kommenden Jahr aber zunehmend auszahlen, erklärte der Konzern. Die Restrukturierung werde 2009/10 umgerechnet 679 Mio. Euro kosten und rund eine Mrd. Euro Einsparungen bringen. Der Hersteller will unter anderem 15.000 Stellen streichen und 27 Werke schließen.

Mehr zum Thema:

(APA/Reuters)