15.05.2003

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Bildquelle: fuZo

UMTS-Ratlosigkeit auch in Südkorea

Die vergleichweise hoch entwickelte Kommunikationstechnologie und die Bereitschaft der Konsumenten, neue Technologien sofort auszuprobieren, haben Südkorea zu einem Testmarkt für Mobilfunker gemacht. Nicht weniger als 40 Prozent der Südkoreaner nutzen mobiles Internet, mehr als die Hälfte verfügt über Handys mit Farbdisplays.

Aber auch auf der zurzeit in Seoul stattfindenden Handymesse "Expo Comm Wireless Korea 2003" sind sich die versammelten Experten darüber uneins, welche UMTS-Anwendung die Kassen der Handy- und Service-Provider wieder füllen kann.

"Das weiß niemand, nicht einmal in Korea. Diesmal wird es ein wirklicher Kampf, weil wir keine Ahnung haben, was die Kunden tatsächlich annehmen", erklärte ein Samsung-Manager an Ort und Stelle. Die integrierten Kameras könnten aber eine große Rolle spielen, egal ob beim Fotoversand, der Videotelefonie oder Kurzvideos, die von Handy zu Handy verschickt würden.

Steigendes Datenvolumen benötigt mehr Speed

"Der Datenanteil am Umsatz liegt noch bei sieben Prozent. Wir verzeichnen allerdings ein rapides Wachstum", erklärte unterdessen Sam S. Choi, Deputy General Manager bei LG Telecom.

Der ARPU [durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer] in diesem Bereich lege jährlich um 31 Prozent zu. Noch sei es schwer zu sagen, wofür die Kunden bereit sein werden, Geld auszugeben. Auf asiatischen Märkten gebe es etwa Karaoke und Comics am Handy.

Auch bei der südkoreanischen Mobiletalk ist man sich nicht ganz sicher: "Am ehesten kommen dafür Fernsehen am Mobiltelefon, das Herunterladen von Videoclips und Gaming in Frage", so Young-Rok Park vom Sales-Department des Unternehmens. Als Favorit sei auf alle Fälle die visuelle Komponente zu sehen.

Etwas längerfristig sieht er auch Potenzial für den "intelligenten Haushalt", der per Handy ferngesteuert wird. UMTS bringe das Internet aufs Handy, wodurch - neben der Ausführung einfacher Funktionen, wie Licht, Heizung oder Waschmaschine einschalten - zum Beispiel das Bild einer Überwachungskamera direkt auf das Mobiltelefon übertragen werden könnte. Wenn es an der Tür klingle, könnte man von unterwegs nachsehen, wer draußen steht.