Intel setzt auf Chips für Unternehmen
Nach dem Muster der mobilen Chip-Familie Centrino hat der weltgrößte Chiphersteller Intel nun eine neue Plattform speziell für Business-PCs entwickelt.
Unter dem Namen "vPro" soll noch heuer eine kombinierte Lösung für den Einsatz in Unternehmen auf den Markt kommen, teilte das Unternehmen am Montag in Santa Clara mit.
Die Strom sparenden Doppelkern-Prozessoren mit 64-Bit-Technologie sollen unter anderem über spezielle Sicherheitsfunktionen verfügen. Der Vorteil soll dabei in der feinen Abstimmung der Komponenten untereinander liegen, sagte Intel-Manager Will Swope im Vorfeld der offiziellen Ankündigung in Bologna. "Damit werden Unternehmen ihre IT-Kosten signifikant senken können."
Fokus auf die Sicherheit
Unternehmen würden heute von wachsenden ökonomischen Herausforderungen und vermehrten Sicherheitsbedrohungen durch Viren, Spionagesoftware und Identitätsdiebstahl geplagt.
Für die Sicherstellung des Datenverkehrs biete die vPro-Plattform zum Beispiel die Möglichkeit, dass sich Computer bei einem Virusbefall automatisch selbstständig abschalten könnten.
Per Ferndiagnose könne ein Administrator den Rechner sogar in ausgeschaltetem Zustand analysieren und reparieren.
Weitere Sicherheitslösungen will Intel in Kooperation mit dem Anti-Viren-Spezialisten Symantec entwickeln.
Erhaltung wird billiger
"IT-Manager stehen heute unter einem enormen Druck", sagte Intel-Manager Pat Gelsinger. Lediglich elf Prozent der Budgets stünden den IT-Managern in der Regel für Innovationen zur Verfügung, 89 Prozent des Geldes würden dafür benötigt, um die Systeme am Laufen zu halten.
"Mit der neuen Business-PC-Plattform wollen wir diese 89 Prozent attackieren." Erste Pilotprojekte hätten gezeigt, dass die Kosten für Erhalt und Wartung der IT-Infrastruktur damit erheblich gesenkt werden könnten.
Firmen, die etwa in Deutschland rund 50 000 Desktop-PCs unterhalten, könnten über die Lebensdauer der Rechner insgesamt 3,5 Millionen Dollar sparen.
(dpa)
