Infineon-Chef ist vorsichtig optimistisch
Der Chef des Halbleiter-Herstellers Infineon Technologies, Ulrich Schumacher, hat sich vorsichtig optimistisch über die Entwicklung am Speicherchipmarkt geäußert.
"Es ermutigt mich, dass der Bedarf an Speicherchips seit Weihnachten so stark gewachsen ist", sagte Schumacher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Vorsichtige Prognosen
Üblicherweise sei der Markt in dieser Zeit stärker rückläufig.
Bei Infineon sei aber trotz jüngster Kostensenkungsprogramme erst
wieder mit Gewinnen zu rechnen, wenn sich der Markt nachhaltig
belebe. Nachdem man ihm in der Vergangenheit zu großen Optimismus
vorgeworfen habe, sei er nun bei seinen Prognosen etwas vorsichtiger
geworden.
InfineonQuartalszahlen am Montag
Das Unternehmen will am Montag seine Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Analysten erwarten einen Verlust nach Steuern von 356 Millionen Euro nach einem Minus von 523 Millionen Euro im Vorquartal.
"Der Speicherchippreis liegt unter den Vollkosten, das heißt wir sind noch nicht in der Gewinnzone", sagte Schumacher weiter.
Der Preis für Standard-Computer-Speicherchips ist in den vergangenen Wochen auf bis zu 3,50 USD von weniger als 1,00 USD im Oktober 2001 gestiegen, was auch die Kurse der Chip-Aktien zum Teil deutlich nach oben getrieben hat.
Dennoch liegt der Preis noch immer unter den Produktionskosten und auch klar unter dem vor rund zwei Jahren erreichten Rekordniveau von 15 USD.
