Fotoerkennung soll Passwörter ersetzen
Bei einem neuen Passwortsystem müssen sich Computernutzer künftig nicht mehr komplizierte Zahlen- und Buchstabenkombinationen merken, sondern Gesichter - und das fällt den meisten Menschen deutlich leichter.
Jede Menge Passwörter für verschiedene Anwendungen im Büro, zu Hause oder schlicht bei diversen Website-Registrierungen - viele Menschen sind durch die Flut an Passwörtern und das dazugehörige Jonglieren mit Buchstaben und Zahlen überfordert.
Die US-Firma Passfaces will nun die komplizierten Buchstaben-Zahlen-Kombinationen durch das Erkennen von Porträtfotos ersetzen.
Da das menschliche Gehirn auf das Erkennen von Gesichtern spezialisiert ist und dieses völlig intuitiv abläuft, soll dem Nutzer die Eingabe des visuellen Passworts wesentlich leichter fallen.
Die Bilder werden dabei vom System vorgegeben. Je nach Einstellung und Sicherheitsstufe muss sich der Nutzer drei bis sieben zufällig ausgewählten Gesichtern aus der Datenbank des Systems einprägen.
Bei neuerlichem Einloggen wird ihm dann eine Gruppe von neun Fotos gezeigt, aus denen das richtige erkannt werden muss. Diese Abfrage kann auch mit mehreren Neunergruppen wiederholt werden.
Der Nachteil des Systems ist die Dauer der Erkennung: Im Durchschnitt werden fünf bis zehn Sekunden für die Auswahl des richtigen Gesichts benötigt.
Wird das Passwort mehrmals pro Tag benötigt, könnte die Eingabe daher unzumutbar viel Zeit in Anspruch nehmen.
(New Scientist)
