Die Internet-Nutzung in Österreich
Nur eine Woche nach den Meinungsforschern von Spectra hat der Austrian Internet Monitor [AIM] neue Zahlen zur Internet-Nutzung in Österreich vorgelegt. Die Daten des AIM "übertreffen" dabei die der Konkurrenz auf fast allen Gebieten [siehe Link: "Wie viele Österreicher online sind"].
Im Jahr 2001 hatten laut AIM mit 53 Prozent erstmals mehr als die Hälfte aller Österreicher über 14 Jahre einen Zugang zum Internet.
47 Prozent der Österreicher benutzen das Netz demnach auch tatsächlich, 38 Prozent bezeichnen sich als "Intensiv-Nutzer", die mehrmals pro Woche online gehen.
Der AIM wird von den Meinungsforschungsinstituten Integral und Fessel+GfK erstellt.
Wie viele Österreicher online sindZugang
Die Werte haben seit 1996 stetige Zuwächse aufgewiesen, erklärte Integral-Geschäftsführer, Manfred Tautscher.
Ein Großteil der Bevölkerung [42 Prozent] kann sich laut AIM von zu Hause ins Internet einwählen, 23 Prozent tun das vom Büro aus und rund neun Prozent von der Schule oder Universität.
AIM vom Juni 2001Online-Banking
Bereits 13 Prozent der Internet-Nutzer [800.000] wickeln laut AIM auch ihre Bankgeschäfte regelmäßig online ab, das sind um rund 50 Prozent mehr als im Jahr 2000.
Der Großteil der Nutzung beschränkt sich auf die Abfrage des Kontostands [83 Prozent] oder Überweisungen [78 Prozent]. Den Kauf und Verkauf von Wertpapieren wickeln sieben Prozent über Internet ab. 81 Prozent erledigen ihre Online-Bankgeschäfte von zu Hause aus, immerhin 20 Prozent erledigen das im Büro.
Das Potenzial für Internet-Banking ist noch weit höher, geht aus dem AIM hervor: 45 Prozent der Befragten ohne Online-Konto zeigten Interesse, so ein Konto einrichten zu wollen. Hochgerechnet entspricht das rund 400.000 Personen oder sechs Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre.
AIMNo-Commerce
Noch zögerlich sind die Österreicher laut AIM beim Einkaufen über das Internet:
Im Jahr 2000 kauften heimische Konsumenten insgesamt Produkte im Wert von 180 Millionen Euro online bei europäischen Einzelhändlern. Im Verhältnis zum gesamten Einzelhandelsumsatz sind das "vernachlässigbare 0,5 Prozent", geht aus einer Branchenstudie der Volkswirtschaft der Bank Austria/Creditanstalt hervor.
