Roboterteleskop sucht nach zweiter Erde
Arbeitet anhand diverser Daten völlig autonom
Ein neues deutsches Roboterteleskop sucht von Teneriffa aus vollautomatisch nach fremden Sonnensystemen. Die dazugehörige Sternwarte STELLA auf dem 2.400 Meter hohen Berg Inzana ist am Donnerstag offiziell in Betrieb gegangen
Das Observatorium mit zwei Spiegelteleskopen von 1,2 Meter Durchmesser bedarf keiner menschlichen Präsenz.
Die Steuerungssoftware entscheidet anhand einer Liste von Objekten selbst über den Beobachtungsplan, eine Wetterstation überwacht die Witterungsbedingungen und schließt das Observatorium rechtzeitig beispielsweise bei einem nahenden Sturm.
Probleme mit Würmern
Zwischendurch gab es allerdings verschiedene Probleme zu bewältigen: So nisteten sich Würmer in der menschenleeren Sternwarte ein, die nicht wieder hinausgelangen konnten und darin verendeten. Chemikalien sollen die Würmer nun dauerhaft fern halten.
Ziel von STELLA ist das Auffinden von Sonnen und Planetensystemen, die unserem ähneln. Dabei ist das Roboterteleskop nach Angaben des Instituts insbesondere geeignet, fremde Planeten bei Vorübergängen vor ihrem Stern zu entdecken. Denn die Beobachtung solcher "Transits" sei eine reine "Fleißaufgabe", hieß es von Seiten des zuständigen Astrophysikalisches Institut Potsdam.
(dpa)
