Roaming-Gebühren zu hoch
Die Europäische Union strebt nach Angaben von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in diesem Jahr Maßnahmen zu den Roaming-Gebühren im Mobilfunk an.
Beim Telefonieren mit dem eigenen Mobiltelefon in einem fremden Mobilfunknetz [Roaming] soll es laut Monti teilweise zu überzogenen Preisen gekommen sein.
"Wir haben unsere Nachforschungen auf einige EU-Länder begrenzt, wo die Situation besonders ernst ist", erklärte Monti. "Wir wollen noch in diesem Jahr konkret handeln, sodass Verbraucher nicht geschröpft werden, wenn sie ihre Mobiltelefone im Ausland benutzen."
Gebühren sind unverändert hoch
Die EU-Wettbewerbsbehörde hat im Juli 2001 wegen des Verdachts
auf Preisabsprachen beim Roaming in Deutschland und Großbritannien
zeitgleich neun Mobilfunkfirmen - also alle Anbieter - durchsucht.
EU lässt neun Telekoms durchsuchenFestnetz, Mobilfunk und Internet
Auch die Gebühren, die zwischen Festnetz- und Mobilfunkbetreibern bei der Vollendung einer Verbindung fällig werden, beschäftigten die Kommission.
"Auch diese Untersuchungen gehen mit Priorität voran, und ich hoffe bis zum Sommer konkrete Schritte mitteilen zu können", sagte Monti.
Sorgen macht dem Brüsseler Wettbewerbskommissar auch die unzureichende Öffnung von örtlichen Telekom-Netzen. Dabei geht es um die klassische Telefonie und den Breitband-Netzzugang.
Es gebe den Verdacht, dass frühere Monopolisten neue Konkurrenten nicht ausreichend zulassen. Mit dem Öffnen lokaler Netze soll vor allem das Surfen im Internet billiger werden.
