Napster-Angestellte müssen gehen
Die nach Klagen der Musikindustrie abgeschaltete Online-Musiktauschbörse Napster hat rund 30 ihrer insgesamt etwa 100 Angestellten gekündigt.
"Wir halten weiter an der geplanten Einführung unseres neuen sicheren Angebots auf Mitgliedsbasis fest, aber wir müssen unser Geschäft weiter straffen. Aus diesem Grund haben wir 30 Mitarbeiter entlassen", sagte Napster-Chef Konrad Hilbers am Donnerstag in Los Angeles.
Musikindustrie klagte Napster
Napster war im vergangenen Sommer vom Netz gegangen, nachdem die
Musikindustrie gegen das damalige kostenlose und von Millionen
Internet-Nutzern verwendete Angebot vor Gericht gegangen war.
Gericht gibt Napster keine ChanceNeustart steht weiter aus
Die deutsche Bertelsmann AG hatte über ihre Musiktochter BMG Napster Kredite gewährt, um den Dienst in ein kostenpflichtiges Abonnement-Service umzuwandeln.
Der Neustart von Napster war bereits wiederholt verschoben worden.
Der Bertelsmann-Konzern hat nach früheren Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen seine Gespräche zur Übernahme von Napster so lange ausgesetzt, bis ein Rechtsstreit unter den übrigen Napster-Investoren abgeschlossen ist.
