12.04.2002

30 PROZENT

Napster-Angestellte müssen gehen

Die nach Klagen der Musikindustrie abgeschaltete Online-Musiktauschbörse Napster hat rund 30 ihrer insgesamt etwa 100 Angestellten gekündigt.

"Wir halten weiter an der geplanten Einführung unseres neuen sicheren Angebots auf Mitgliedsbasis fest, aber wir müssen unser Geschäft weiter straffen. Aus diesem Grund haben wir 30 Mitarbeiter entlassen", sagte Napster-Chef Konrad Hilbers am Donnerstag in Los Angeles.

Neustart steht weiter aus

Die deutsche Bertelsmann AG hatte über ihre Musiktochter BMG Napster Kredite gewährt, um den Dienst in ein kostenpflichtiges Abonnement-Service umzuwandeln.

Der Neustart von Napster war bereits wiederholt verschoben worden.

Der Bertelsmann-Konzern hat nach früheren Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen seine Gespräche zur Übernahme von Napster so lange ausgesetzt, bis ein Rechtsstreit unter den übrigen Napster-Investoren abgeschlossen ist.