Österreichs Schulen sind vernetzt

e-learning
30.09.2006

Im europäischen Vergleich schneiden Österreichs Schulen bei der Vernetzung gut ab. Die heimischen Lehrer benutzen besonders häufig PCs im Unterricht.

88 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten Computer als Lehrhilfe eingesetzt, größtenteils nicht nur für Präsentationen, sondern durch die Schüler selbst. Bei der Nutzung lagen Großbritannien, Dänemark, Schweden, die Niederlande und Norwegen vor Österreich.

Zu 99 Prozent im Netz

99,2 Prozent aller Schulen in Österreich verfügen mittlerweile über einen Internet-Anschluss, 68,1 Prozent nutzen dabei einen Breitbandzugang. Im Schnitt entfällt ein PC auf sechs Schüler, wobei die Zahl in den Volksschulen mit etwa zehn höher und in der Oberstufe mit etwa fünf geringer ist.

64 Prozent der österreichischen Schulen haben mittlerweile eine eigene Website [EU-Schnitt: 63 Prozent], 76 Prozent bieten E-Mail-Adressen für die Mehrheit der Lehrer und 21,4 Prozent sogar für die Mehrheit der Schüler an.

EU-Umfrage

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage der EU-Kommission, die im Frühjahr in der EU sowie Norwegen und Island durchgeführt und am Freitag in Brüssel veröffentlicht wurde.

96 Prozent aller Schulen in Europa haben mittlerweile Internet-Zugang, 67 Prozent eine schnelle Breitbandverbindung.

Digitale Kompetenz fördern

EU-Bildungskommissar Jan Figel betonte in einer Presseinformation, wie wichtig die digitale Kompetenz für die Modernisierung der europäischen Bildungssysteme sei.

Die Kommission drängt nun die "Nachzügler" unter den Mitgliedsstaaten, ihre Bemühungen bei den modernen Lehr- und Kommunikationsmethoden zu verstärken.

Österreichs Schüler könnten neben dem herkömmlichen Zeugnis auf Papier künftig auch eine offizielle Digitalversion des Dokuments auf CD erhalten. Zwei oberösterreichische Schulen haben in diesem Jahr bereits die ersten Maturazeugnisse digital ausgestellt.

(futurezone | APA)