E-Commerce boomt bei KarstadtQuelle
Europas größter Warenhaus- und Versandhandels- und zweitgrößter E-Commerce-Konzern KarstadtQuelle hat im Geschäftsjahr 2002 die Konsumflaute zu spüren bekommen und einen Umsatzrückgang verbucht.
Dieser fiel aber nicht so stark aus wie befürchtet. Seine Gewinnprognose aus dem November bestätigte der Konzern. Die Börse honorierte die Zahlen mit einem Kursanstieg.
Der Konzernumsatz sank nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, teilte KarstadtQuelle am Montag mit. Damit lag das Umsatzminus unter dem Rückgang von drei Prozent, den KarstadtQuelle noch Mitte November erwartet hatte. Auch Analysten hatten mit einem deutlicheren Minus gerechnet.
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Deutliche Wachstumsraten bescherte dem Konzern im Gegensatz zum stationären Einzelhandel der Versandhandel. Der Geschäftsbereich mit den Kernmarken Quelle und Neckermann erwirtschaftete im vierten Quartal ein Plus von 6,2 Prozent.
Im Gesamtjahr kletterten die Erlöse um 5,1 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Quelle hatte 2002 wegen des 75-jährigen Firmenjubiläums mit zahlreichen Sonderangeboten geworben.
Auch der Bereich E-Business legte deutlich zu. Die Nachfrage über das Internet kletterte um 53 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
Das Ergebnis vor Ertragssteuern und Firmenwertabschreibungen von 250 Millionen Euro, das Konzernchef Wolfgang Urban im November angepeilt hatte, soll damit erreicht werden.
KarstadtQuelle mit E-Commerce-Offensive
