Motorola-Gewinn übertrifft Prognosen
Der weltweit zweitgrößte Mobiltelefon-Hersteller Motorola hat im vierten Quartal dank kräftig gestiegener Handyumsätze einen höheren Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Der Konzern bekräftigte zudem die eigenen Prognosen für das laufende Jahr.
Der Nettogewinn habe 174 Millionen USD [163 Mio. Euro] oder 0,08 USD je Aktie betragen nach einem Verlust von 1,2 Milliarden USD ein Jahr zuvor, teilte Motorola am Dienstag nach Börsenschluss mit.
Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 0,13 USD je Aktie und übertraf damit die eigene Prognose und die durchschnittliche Analystenerwartung von jeweils 0,10 USD.
Nachbörslich stiegen Motorola-Titel von 8,75 auf 9,13 USD und zogen auch den Aktienkurs von Weltmarktführer Nokia mit nach oben.
Branche wartet nervös auf Nokia-BilanzHöchster Handygewinn seit fünf Jahren
Binnen Jahresfrist steigerte das Unternehmen den Erlös allein in der Handysparte um elf Prozent auf 3,3 Milliarden USD. Vor Sonderposten war der operative Gewinn in dem Segment mit 301 Millionen USD der höchste seit fünf Jahren.
Der Weltmarktanteil bei Mobiltelefonen habe sich zum Vorquartal um einen Prozentpunkt auf 19 Prozent erhöht, teilte Motorola weiter mit und begründete das vor allem mit einem Zuwachs in Nord- und Südamerika.
Konkurrent Nokia hat einen Anteil von mehr als einem Drittel des Weltmarktes. Die Quartalszahlen des finnischen Konzerns werden am Donnerstag erwartet.
"Auf kurze Sicht bleiben wir optimistisch, dass der Umsatz 2003 moderat wachsen wird", sagte Motorola-Chef Christopher Galvin. Der Konzern bekräftigte die Erlösprognose für dieses Jahr von 27,5 Milliarden USD und die Gewinnerwartung von 0,40 USD je Aktie. Die Weltwirtschaft zeige allmählich erste Erholungszeichen, erklärte Galvin. Sollte diese Entwicklung nicht durch weltpolitische Ereignisse entscheidend gestört werden, könnte sie sich positiv auf den Markt auswirken. Motorola stellt neben Mobiltelefonen auch Funkgeräte, Halbleiter und Empfänger für das Kabelfernsehen her.
