Aufschub für MS-Java-Integration
Nach einem Beschluss des Vierten Bundesberufungsgerichts vom Montag wird eine einstweilige Verfügung gegen den Softwarekonzern Microsoft zunächst ausgesetzt, die den Konzern verpflichtet hätte, in ihr Windows-Betriebssystem die von der rivalisierenden Sun Microsystems entwickelte Java-Software zu integrieren.
Im Jänner hatte der Bundesrichter J. Frederick Motz der Klage von Sun stattgegeben, und die einstweilige Verfügung gegen Microsoft erlassen. Microsoft legte daraufhin Berufung ein.
MS will Java-Integration hinausschiebenLanger Streit erwartet
Der nun gefasste Beschluss setzt den Integrationsbescheid zunächst bis zu einer Ende März anstehenden Anhörung der Argumente von Microsoft außer Kraft.
Ohne die aktuelle einstweilige Verfügung hätte Microsoft von morgen an eine Frist von 120 Tagen für die Java-Integration gehabt.
Analysten erwarten eine Lösung des Gesamtkomplexes im Kartellstreit zwischen Sun und Microsoft nicht vor Ablauf von ein bis zwei Jahren.
Frist für Java-Integration genannt
