Microsoft beruft gegen Java-Urteil
Microsoft geht in die Berufung in seinem Rechtstreit mit Sun um die Integration von Java in sein Windows-Betriebssystem.
Der Softwarekonzern will jetzt die endgültige Aufhebung der einstweiligen Verfügung erreichen, mit der US-Bundesrichter Fredrick Motz aus der ersten Instanz das Unternehmen zur Übernahme einer aktuellen Java-Version in sein Betriebssystem zwingen wollte.
Der Softwarekonzern hatte bereits Anfang Februar einen Aufschub bei der Umsetzung der einstweiligen Verfügung erwirkt.
Aktuelle Microsoft-Eingabe [pdf]Microsoft "eigentlich Opfer"
In einer 83-seitigen Eingabe an das US-Berufungsgericht in Richmond vertritt Microsoft die Position, dass sein Rivale Sun keine unmittelbaren und "irreparablen" Schäden hätte nachweisen können.
Auch die Softwareentwickler sehen die zu Java konkurrierende Technologie .Net nicht als dominant an. "2002 verwendeten drei Mio. Entwickler Java und Sun erwartet sich, dass diese Zahl in diesem Jahr um 40 Prozent auf 4,2 Mio. zunimmt", heißt es in der Erklärung von Microsofts Anwälten.
Damit entfalle eine der Voraussetzungen für die einstweilige Verfügung. Stattdessen entstehe Microsoft durch dieses Gerichturteil ein beträchtlicher Nachteil.
