Intel stellt Mobilfunkchip vor
Intel hat einen leistungsfähigen Prozessor für Handys vorgestellt, der im Herbst auf den Markt kommen soll.
Der "PXA800F", bisher unter dem Codenamen "Manitoba" entwickelt, soll vor allem gegen die etablierte Konkurrenz von Texas Instruments antreten.
Mit dem Chip kombiniert Intel mehrere Funktionen in einen einzigen Baustein. Das System on a Chip vereinigt einen leistungsfähigen XScale-Prozessor, einen 4-MB-Flash-Speicher und einen Digital-Signal-Prozessor.
Der Zeitpunkt der Markteinführung sollte nach früheren Anagebn eigentlich schon 2002 erfolgen.
Intels "Manitoba" kommt noch 2002Erste Produkte Ende des Jahres
Der Chip soll im dritten Quartal 2003 auf den Markt kommen und wird nach ersten Informationen bei der Abnahme großer Stückzahlen rund 35 USD kosten. Die ersten Handys mit dem System werden für Ende des Jahres 2003 erwartet.
"Mit dem Manitoba haben wir zum ersten Mal alle wesentlichen Funktionen des Mobiltelefons auf einem Chip aufgebracht", sagte Hans-Jürgen Werner von Intel. Für künftige Mobiltelefone und Taschen-PCs ergäben sich dadurch völlig neue Funktionsmöglichkeiten, Designs und Anwendungsgebiete, betonte Intel-Manager Hans Geyer.
Durch die Kombination der verschiedenen Funktionen in einen einzigen Baustein spart das System Platz und Energie. Manitoba enthält allerdings nicht die Chips für die Funkübertragung. Dieser Bereich gilt allgemein als eine Stärke der Konkurrenz von Texas Instruments.
Bisher wird der Markt für Handyprozessoren von TI beherrscht. Das Unternehmen aus Austin deckt rund 50 Prozent des weltweiten Bedarfs. Auch TI arbeitet nach Medienberichten an integrierten Chips, die mehrere Funktionen eines Handys einschließlich der Funkübertragung erfüllen sollen.
