Sicherheitheitslücke bei SSL
Computerexperten aus der Schweiz haben eine Lücke im SSL-Übertragungsprotokoll für sichere Internet-Transaktionen entdeckt, die mit der gestern veröffentlichten Version 0.9.7a bereits behoben wurde.
Fachleute der Polytechnischen Hochschule von Lausanne [EPFL] haben eine Schwachstelle im Secure-Socket-Layer-Protokoll [SSL] gefunden. Damit konnte das Benutzer-Passwort in weniger als einer Stunde geknackt werden, hieß es in einer Mitteilung der EPFL vom Donnerstag.
Bisher galt das SSL-Protokoll als sicher. "Konkret haben wir ein Programm entwickelt, das es erlaubt, das Passwort eines Anwenders zu knacken, der eine durch SSL gesicherte Kommunikationssoftware benutzt", sagte Professor Serge Vaudenay, Direktor des Labors für Sicherheit und Kryptographie an der EPFL. Damit seien sie in der Lage gewesen, Mails eines Benutzers zu lesen oder in seinem Namen Finanztransaktionen auszuführen.
Das Ergebnis wurde den SSL-Verantwortlichen weitergeleitet. Bei der neuen Version der Sicherheitssoftware [OpenSSL 0.9.7a] ist die Schwachstelle bereits behoben.
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