E-Payment in den Kinderschuhen
Eine neue Untersuchung der Arge Daten, bei der die Bezahlmethoden von 1.003 Online-Shops analysiert wurden, kommt zu einem "ernüchternden" Ergebnis.
Nur 66 von 1003 Shops bieten irgendeines der so genannten E-Payment-Systeme an. Mit 47 liegt die Paybox vorn, dahinter "netpay" [aka eps Erste Bank] mit 25 Shops, die diese Bezahlform akzeptierten, dahinter "paysafe" mit 23 und POP [alias eps BA-CA] mit 20 Shops.
Mit Nachnahme kann man hingegen in 637 Online-Geschäften bezahlen, per Kreditkarte noch in 456 Shops, dann kamen Vorabinkasso [428], "offene Rechnung" [424] und Einziehungsauftrag in 215 Shops.
Diese Zahlungsformen können nur als "klassisch" bezeichnet werden, meint Hans Zeger, Leiter der Untersuchung und bekannter Datenschützer. Die untersuchten Online-Geschäfte seien alles andere als eine negative Auswahl, vielmehr handle es sich dabei "um die größten, bestausgestatteten und auch rechtlich besten Shops", deren Auswahl auf einer anderen Untersuchung basiere.
E-RatingE-Payment als Telebanking
Alle "New Payment"-Angebote erreichen einen Marktanteil von sechs Prozent [gegenüber fünf Prozent im Herbst 2002]
Nach dem Aus der deutschen Paybox konzentrieren sich die Erwartungen auf den jüngst vorgestellten eps-Standard [Electronic Payment System]. Durch die Integration der Bezahlung in das vertraute Telebanking-System solle dem Konsumenten der elektronische Einkauf schmackhaft gemacht werden, so Zeger weiter.
23 Prozent der österreichischen Internet-User haben 2002 zumindest ein Mal online eingekauft. Zeger: "Dies sind mehrere hunderttausend Österreicher. Diese Zahl dokumentiert die Aufgeschlossenheit der Österreicher gegenüber E-Commerce."
