Zahl der Netzcafes hat sich halbiert
Nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua wurden letztes Jahr 45 Prozent der chinesischen Internet-Cafes geschlossen.
Nach einem Brand in einem Netzcafe im Sommer letzten Jahres, bei dem 24 Menschen getötet wurden, hatte die chinesische Führung eine groß angelegte Aktion gestartet, um offiziell Cafes, die den geltenden Brandordnungen nicht entsprechen, ausfindig zu machen und zu schließen.
Damit bleiben von den geschätzten 200.000 zurzeit des Booms nur noch 110.000 Internet-Cafes mit einer offiziellen Lizenz.
Im Dezember hatte Xinhua eine weitaus niedrigere Zahl, nämlich 3.300 geschlossene Cafes, angegeben.
China schließt 3.300 Internet-CafesStrengere Regeln
Seit dem 15. November gelten in China zudem strengere Gesetze für Netzcafes.
Benutzer der Internet-Zugänge müssen sich registrieren lassen; ein Profil ihrer Surfgewohnheiten wird automatisch gespeichert. Minderjährige haben keinen Zutritt zu Netzcafes, entsprechende Lokalitäten dürfen außerdem in einem Umkreis von 200 Metern rund um Schulen nicht eröffnen.
Um Mitternacht müssen alle Netzcafes schließen. Rauchen ist untersagt. Offiziell wurden die Reglements nach der tödlichen Feuersbrunst in einem Pekinger Netzcafe ausgerufen; sie entsprechen aber dem lang gehegten Wunsch der Regierung, das subversive Element des Internets einzudämmen.
Hoher bürokratischer Aufwand
Wegen der strengen Auflagen und des hohen bürokratischen
Aufwandes für eine Lizenz operierten viele Internet-Cafes in China
im Untergrund.
Strenge Regeln für Netzcafes in China
