DT darf Kabelnetze verkaufen
Die EU-Kommission hat den Verkauf der verbliebenen TV-Kabelnetze aus dem Besitz der Deutsche Telekom an ein Kosortium aus Finanzinvestoren genehmigt.
Da es keine überlappenden Geschäftsfelder oder andere Beziehungen zwischen dem Kabelgeschäft der Telekom und der Käufergruppe gebe, bestünden auch kein wettbewerbsrechtlichen Bedenken, erläuterte die Brüsseler Behörde ihre Entscheidung.
Von dem Verkauf betroffen sind die Kabelgesellschaften in den Regionen Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen/Bremen, Berlin/Brandenburg, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen, Rheinland-Pfalz/Saarland und Bayern. Nach früheren Telekom-Angaben haben die Käufer die Übernahme der derzeit dort beschäftigten 2500 Mitarbeiter zugesichert.
Schon in Schuldenabbau eingeplant
Ende Jänner hatten die Finanzinvestoren Apax Partners, Goldman
Sachs Capital Partners und Providence Equity den Vertrag mit der
Telekom unterzeichnet. Darin ist ein Festpreis von 1,725 Milliarden
Euro in bar für die noch sechs bei dem Konzern verbliebenen
Regionalgesellschaften mit rund zehn Millionen Kunden vorgesehen. Je
nach Geschäftsentwicklung kann sich die Kaufsumme um nochmals 375
Millionen Euro erhöhen. Die Telekom hat die Milliarden aus dem
Kabelverkauf fest für den Abbau ihres Schuldenberges eingeplant.
DT-Kabelnetze für 2,1 Mrd. verkauft
