05.03.2003

NO LIMIT

Bildquelle: ORF.at

Missbrauch von Bankomatkarten steigt

Die Anzahl der Fälle von Bankomatkarten-Missbrauch steige, wie der Verein für Konsumenteninformation [VKI] heute mitteilte.

Der Schaden ist hoch: Durchschnittlich büßt der Bestohlene 3.500 Euro ein. "Schäden von über 7.000 Euro sind keine Seltenheit, der traurige Rekord liegt bei 16.161 Euro", so der VKI.

Die Täter heben meistens wenige Minuten nach dem Diebstahl der Karte einen hohen Betrag ab. "Dabei wird von den Dieben sofort der richtige Code eingegeben", so der VKI. "Wenn der Diebstahl über mehrere Tage nicht bemerkt wird, kann ein enormer Schaden entstehen."

Während sich 2001 nur zwei Geschädigte an den VKI wandten, waren es 2002 schon 57 und allein in den ersten acht Wochen dieses Jahres 30 Betroffene.

Die Konsumentenschützer kritisieren, dass das Bankomatsystem insgesamt zu wenig Sicherheit biete. Der Code könne an leicht einsehbaren Geräten oder Bankomatkassen ausgespäht werden.

In vielen Fällen bleibe überhaupt unklar, wie die Diebe die Ziffernkombination in Erfahrung bringen konnten. Zu Kartendiebstählen komme es übrigens auch in den Foyer-Bereichen der Banken. Außerdem gelangen Täter durch Manipulation der Behebungsgeräte in den Besitz der Karte. Insgesamt nehmen Trickdiebstähle zu.

Erfolgreiche Beschwerden bei Banken

Interventionen des VKI bei den Banken seien meist erfolgreich - Betroffene würden durchschnittlich 63 Prozent des Schadens ersetzt bekommen. Fast immer gehe es darum, dass die Geldinstitute nicht ausreichend über das Behebungslimit aufgeklärt oder den Überziehungsrahmen einseitig erhöht hätten.