Wirtschaftskrise lässt bwin kalt

Q4/2008
06.02.2009

Der Internet-Sportwettenanbieter bwin hat im Geschäftsjahr 2008 bei den Spielerträgen nach vorläufigen Zahlen kräftig zugelegt. Die Wirtschaftskrise bekommt das Unternehmen bisher nicht zu spüren.

Beim Internet-Sportwettenanbieter bwin.com laufen die Geschäfte auch in der Wirtschaftskrise gut. Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Jahr seinen Bruttospielertrag um knapp ein Fünftel steigern. Dazu hat auch die Fußball-Europameisterschaft beigetragen.

"Krisensicherer"

Bwin bestätigte am Freitag auch sein Ziel, 2008 vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rund 65 Millionen Euro verdienen zu wollen. Auch in die Zukunft blickt bwin-Chef Norbert Teufelberger optimistisch: "Der durchschnittliche Einsatz bei einer Sportwette ist zehn Euro. Und das ist etwas, was sich die Leute weiter leisten werden. Wir sind somit auch krisensicherer."

Aktie legt zu

Für 2009 peilt das Unternehmen sogar einen Gewinn an, der dann die Zahlung einer Dividende erlaubt. "Wir werden ein EBITDA von über 100 Millionen Euro haben. Es ist unser Ziel, 2009 dividendenfähig zu werden", sagte Teufelberger. Am Markt wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die bwin-Aktie legte zeitweise fast fünf Prozent zu auf 20,95 Euro.

Bwin ist in Kontinentaleuropa Marktführer bei Sportwetten über das Internet und generiert Erlöse aus Poker, Casino und anderen Spielen. 2,1 Millionen aktive Kunden leisteten 2008 Wetteinsätze von 3,1 (2007: 2,4) Milliarden Euro. Der Bruttorohertrag - das sind die Wetteinsätze minus die ausbezahlten Gewinne - sei auf 420,9 (353,5) Millionen Euro gestiegen, teilte bwin mit. Mehr als die Hälfte davon generierte bwin mit Sportwetten. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen auch von der Fußball-EM profitiert. Detaillierte Zahlen will das Unternehmen Mitte April vorlegen.

Offene Rechtsfragen

Was bwin auch künftig beschäftigen dürfte, sind offene Rechtsfragen. Das Unternehmen kämpft seit Jahren gegen die staatlichen Glücksspielmonopole innerhalb der Europäischen Union und plädiert für eine geordnete Öffnung des Marktes. Langfristig werden die Monopole in der EU fallen, zeigte sich Teufelberger überzeugt.

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(Reuters)