Medion trotzt der Wirtschaftskrise

PROGNOSE
25.03.2009

Markteinführung von All-in-one-Computern geplant

Medion sieht sich in der Wirtschaftskrise gut aufgestellt. Das Unternehmen werde auch im laufenden Jahr "deutlich profitabel" bleiben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Medion AG, Gerd Brachmann, am Mittwoch in Essen bei der Vorlage der Jahresbilanz 2008. Man mache sich aber keine Illusionen: "2009 hat für alle schwierig begonnen und wird schwierig bleiben."

Einführung von All-in-one-PCs

Für das erste Halbjahr rechnet der Konzern mit 15 Prozent Umsatzminus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die prognostizierte wirtschaftliche Erholung im zweiten Halbjahr könnte dann zu einer Stabilisierung des Konsums und damit der Umsätze führen. Eine konkrete Prognose sei wegen der hohen Unsicherheiten derzeit nicht möglich.

Für den Herbst kündigte Brachmann unter anderem die Markteinführung von All-in-one-Computern mit Touchscreen an, bei denen Monitor und PC in ein Gerät integriert sind.

Keine personellen Maßnahmen geplant

Im vergangenen Jahr sorgten Umsatzrückgänge vor allem in Großbritannien und Frankreich für ein Umsatzminus von 3,4 Prozent auf 1,60 Milliarden Euro. Wichtigster Markt war Deutschland, wo allein 1,09 Milliarden Euro erlöst wurden. Gleichzeitig kletterte der Konzernüberschuss um 30 Prozent auf 26,4 Millionen Euro.

Medion will wie im Vorjahr je Aktie 15 Cent Dividende zahlen. Zum Jahresende 2008 beschäftigte der Konzern weltweit 1.069 Menschen (Vorjahr: 1.093). Es seien keine konkreten personellen Maßnahmen für die nahe Zukunft geplant, sagte Finanzvorstand Christian Eigen.

Medion ist in 25 Ländern Europas sowie in Australien, den USA und Asien tätig. Das Unternehmen vermarktet Elektronikartikel wie Computer, Navigationsgeräte und Digitalkameras. Große Kunden sind Aldi, die Metro-Gruppe, Tchibo und France Telecom.

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(dpa)