Kompromiss-Vorschlag für US-Strafzölle
Südkorea hat angeboten, die Exportquote von Hynix-Speicherchips in die USA zu reduzieren, wenn diese im Gegenzug die angedrohten Strafzölle aufheben.
Das sükoreanische Handels-Ministerium will den USA bis zum 15. April Zeit geben auf das Angebot zu antworten. Gleichzeitig wurde betont, dass der Vorschlag nicht als Anerkennung des US-Urteils zu verstehen sei und weitere Untersuchungen vor dem endgültigen Urteil davon nicht betroffen sein.
In einer Vorabentscheidung hatte das US-Handelsministerium letzte Woche festgelegt, dass DRAM-Importe des südkoreanischen Chipproduzenten Hynix auf Grund staatlicher Zuwendungen in Milliardenhöhe mit empfindlichen Strafzöllen in der Höhe von 57 Prozent belegt werden sollen.
Die USA sehen als bewiesen, dass der südkoreanische Chipproduzent Hynix durch staatliche Zuwendungen die Preise für Speicherchips 2001 und in der ersten Hälfte 2002 drücken konnte und derart die US-Chipindustrie geschädigt hat.
Hynix drohen 57 Prozent US-StrafzolSüdkorea dementiert
Samsung, dem in dem Urteil ebenfalls staatliche Unterstützung attestiert wurde aber keine Strafzölle zu erwarten haben dürfte, ist aus dem Angebot ausgeschlossen.
Südkorea weist die US-Anschuldigungen von sich und hat bereits angedroht die USA vor die Welthandelsorganisation zu bringen.
Das Schlussurteil des US-Ministeriums wird für den 16. Juni erwartet, anschließend das von den US-Wettbewerbsbehörden für den 31. Juli. Sollte das Urteil bestätigt werden, könnten erste Zölle ab dem 7. August eingehoben werden.
