29.04.2003

CHINA

Bildquelle: ORF.at

Haftstrafe für Netzcafe-Besitzer

Ein chinesisches Gericht hat zwei Internet-Cafe-Betreiber wegen der dafür fehlenden Lizenz zu jeweils ein und drei Jahren Haft verurteilt.

Das Cafe war letzten Juni von Jugendlichen angezündet worden, nachdem sie eine Auseinandersetzung mit Angestellten hatten. Die beiden Jugendlichen waren dafür im August zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Bei dem Brand waren im "Blue Speed Cyber Cafe" 25 Menschen getötet worden, weil sie durch die vergitterten Fenster nicht nach draußen gelangen konnten.

Ein Betreiber wurde zu drei Jahren Haft sowie 33.080 Euro Strafe, der zweite zu einem Jahr Haft und 22.050 Euro Strafe verurteilt.

Nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua wurden letztes Jahr 45 Prozent der chinesischen Internet-Cafes geschlossen.

Nach dem Brand hatte die chinesische Führung eine groß angelegte Aktion gestartet, um Cafes, die den geltenden Brandordnungen nicht entsprechen, ausfindig zu machen und zu schließen.

Seit dem 15. November gelten in China zudem strengere Gesetze für Netzcafes.