BMW nimmt Minister in "Schwitzkasten"
Der thailändische Finanzminister musste mit Brachialgewalt aus seinem Auto befreit werden.
Sicherheitskräfte mussten Minister Suchart Jaovisidha und seinen Fahrer mit Vorschlaghammern aus seinem BMW retten, nachdem ein Crash des Autocomputers sämtliche Funktionen lahm gelegt hatte.
Alle Fenster und Türen waren abgeriegelt, auch die Klimaanlage hatte ihren Dienst aufgegeben. Suchart Jaovisidha und sein Fahrer konnten nach eigenen Angaben über zehn Minuten kaum atmen, bis dann die Sicherheitsbeamten die Fenster einschlugen und die "Auto-Geiseln" derart befreit wurden.
An jeder zweiten Autopanne sind mittlerweile Ausfälle der Bordelektronik schuld, Tendenz steigend. Das ist das Ergebnis einer Studie des "Center of Automotive Research" in Gelsenkirchen vom letzten Herbst.
Elektronik verursacht Hälfte der PannenBMW will Pannenanfälligkeit vermindern
Bei BMW scheint man sich der Pannenanfälligkeit bewusst zu sein: Der Autokonzern plante letztes Jahr zusätzlich 160 Elektronik- und Software-Spezialisten sowie 700 bis 800 Ingenieure mit IT-Kenntnissen einzustellen.
BMW will mit dem zusätzlichen Personal seine Kompetenz im Elektronik- und Software-Bereich verstärken, um Anfälligkeiten zu vermindern.
Mindestens fünf Rückrufaktionen musste der Münchner Autohersteller letztes Jahr durchführen. BMW-Vorstandschef Helmut Panke bestritt zwar, dass die Zahl der Rückrufaktionen in den vergangenen Jahren gestiegen sei. "Doch jeder Rückruf ist einer zu viel", sagte er und versprach weitere Qualitätsverbesserungen.
Anwendungsmöglichkeiten für Elektronik im Auto
Um nicht mehr jede einzelne Neuentwicklung an Zulieferer abgeben
zu müssen, wurde zudem die Tochtergesellschaft BMW Car IT gegründet,
in der Ingenieure und Entwickler künftig neue
Anwendungsmöglichkeiten für Elektronik im Auto entwickeln sollen.
BMW sucht 800 IT-Spezialisten
