13.05.2003

BEMANNT

Bildquelle: Boeing

Erstes Brennstoffzellen-Flugzeug hebt ab

Boeing arbeitet am ersten bemannten Flugzeug, das von Brennstoffzellen angetrieben wird.

Zwei 25-Kilowatt-Brennstoffzellen sollen den Propeller mit elektrischer Energie versorgen. Zum Start wird allerdings Energie aus Batterien erforderlich sein, da das Flugzeug sonst nicht schnell genug beschleunigen kann.

Im Dezember soll der erste Testflug mit zunächst einem Piloten an Bord des Prototyps stattfinden.

Dem Prinzip nach ist das Flugzeug ein Ein-Mann-Glider, also ein Segelflugzeug, das auch beim Ausfall der Energie sicher landen kann.

Problem: Lagerung des Wasserstoffs

Unbemannte Flugzeuge, die sich die Energie aus Brennstoffzellen zu Nutze machen, gibt es bereits. Lynntech, ein US-Hersteller von Brennstoffzellen-Motoren, hat derartige Fluggeräte konzipiert.

Mit der herkömmlichen Technologie lasse sich aber nicht mehr antreiben als ein Leichtflugzeug, so Craig Andrews von Lynntech. "Die Brennstoffzellen sind dabei das geringere Problem", erklärt der Experte.

Die Lagerung des Wasserstoffs bereite mehr Kopfzerbrechen. "Ein schwereres Flugzeug braucht größere Mengen an Wasserstoff. Die Tanks brauchen viel Platz und sind zu schwer."

Energiequelle für Bordunterhaltung

Boeing sieht in der Brennstoffzellen-Technik eine viel versprechende Zukunft.

Die Brennstoffzellen könnten als Energiequelle für verschiedene zusätzliche Einrichtungen an Bord von Verkehrsflugzeugen wie etwa Licht, Heizung und Inflight-Entertainment dienen.

Größere Flugzeuge arbeiten heute noch mit Batterien, die bei Betrieb der Haupttriebwerke wieder aufgeladen werden.