18.05.2003

18. MAI 1928

Bildquelle: ORF.at

75 Jahre IBM Österreich

Am 18. Mai 1928 wurde die Internationale Geschäftsmaschinen Vertriebsgesellschaft mbH [International Business Machines, IBM] in das Österreichische Handelsregister eingetragen.

75 Jahre später ist daraus ein Unternehmen mit 2.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von 720 Mio. Euro geworden, sagte IBM-Österreich-Chef Ernst Nonhoff. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2002 erwartet sich Nonhoff ein "flaches Ergebnis - in etwa wie im Jahr 2001".

Von einem traditionellen Geräte-Lieferanten entwickelte sich der weltgrößte US-Computerkonzern in den letzten Jahren vermehrt hin zu einem Dienstleister.

Die Zeit der Nazis und des Nachkriegs

Zehn Jahre nach Gründung der IBM in Österreich, mit dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, wurde IBM-Österreich von der deutschen DEHOMAG übernommen.

Die Rolle IBMs während der Nazi-Diktatur hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Historikerkommissionen beschäftigt, für Österreich sieht Nonhoff jedoch keinen Bedarf nach einer derartigen Untersuchung.

1949 wurde in Graz die erste Geschäftsstelle außerhalb Wiens gegründet, es folgten Linz, Klagenfurt, Bregenz und Salzburg. 1969 übersiedelte die Zentrale von der Börse in das neue Haus am Wiener Donaukanal, das 2001 neu gestaltet wurde.

Von Wien in den Ostblock

Die Neutralität Österreichs, die geographische Lage sowie die gute Infrastruktur sind 1965 laut IBM dafür verantwortlich gewesen, dass Wien zum Zentrum für die Geschäftsaktivitäten im ehemaligen Jugoslawien und dem ehemaligen Ostblockstaaten wurde.

1998 wurde daraus die CEMA Organisation [Central, Eastern, Middle East and Africa], die mittlerweile 60 Länder umfasst.

Seit 1996 ist Wien auch der Sitz der "IBM International Business Operations", die für die weltweiten Produktankündigungen des Konzerns verantwortlich ist.