Musikdienst Pressplay soll Napster werden
Die amerikanische Softwarefirma Roxio steht kurz vor einer Transaktion zum Kauf des Online-Musikdienstes Pressplay.
Pressplay gehört den Musiksparten der Vivendi Universal SA und der Sony Corp.. Roxio Inc. will Pressplay zur Basis eines neuen Musikdienstes machen, der unter dem Namen der ehemaligen Musiktauschbörse Napster operieren soll. Dies berichtete das "Wall Street Journal" heute.
Die Transaktion hat nach Angaben der Zeitung einen Wert von 30 Millionen USD. Roxio wird dabei mit Aktien und Bargeld bezahlen.
Fünf Mio. USD für Napster-Marke
Roxio hatte im vergangenen Jahr auf einer Auktion des
Insolvenzgerichts fünf Millionen USD für den Namen und die
Vermögenswerte der stillgelegten Musiktauschbörse Napster
hingeblättert.
Napster schon wieder ProzessthemaDie Napster-Musiktauschbörse hatte auf ihrem Höhepunkt 60 Millionen Nutzer. Sie ermöglichte es, über das Internet kostenlos Musik herunter zu laden.
Pressplay ist ein Online-Musikdienst, bei dem sich Nutzer gegen Bezahlung Musik herunterladen können. Er war gemeinsam von der Universal Music Group und der Sony Music Entertainment als Antwort auf Napster gebildet worden.
Roxio mit Sitz in Santa Clara bietet Software an, die es den Kunden ermöglicht, eigene CDs zu erstellen. Roxio hat den Napster-Gründer Shawn Fanning als Berater angeheuert.
Pressplay und andere gebührenpflichtige Online-Musikdienste tun sich noch immer gegen Tauschbörsen schwer, wo Musik kostenfrei erhältlich ist. Einzig der von Apple gelaunchte Dienst iTunes hat sich zumindest anfänglich erfolgreich behauptet.
