21.05.2003

PENTAGON

Bildquelle: USFR

Neuer Name für US-Überwachungsprojekt

Das US-Verteidigungsministerium hat weitere Details zu seinem Datenbankprojekt zum Aufspüren von Terroristen durch die weitgehende Verknüpfung von bestehenden Quellen bekannt gegeben.

Das Projekt, das unter dem Namen "Total Information Awareness" [TIA] bekannt wurde, soll jetzt nach einem Bericht der Militärs an den Kongress nicht so umfassend ausfallen.

Trotzdem stößt das Vorhaben weiterhin auf Kritik der Bürgerrechtsgruppen wie der Electronic Frontier Fondation [EFF]. Auch die Umbenennung des Programms in "Terrorist Information Awareness" kann nicht viel an der Kritik ändern.

Falscher Eindruck

"Das Verteidigungsministerium wird alle Gesetze und Richtlinie einhalten, welche die geheimdienstlichen Tätigkeiten betreffen sowie den Schutz der Privatsphäre von US-Bürgern sicherstellen", heißt es in einer Aussendung der "Defense Advanced Research Projects Agency" [DARPA], die das Projekt entwickelt.

Nach Darstellung der DARPA hätte der erste Name des Projekts eine falsche Vorstellung vermittelt. Das System sei alleine für das Aufspüren von Terroristen gedacht und nicht für die Bespitzelung von US-Bürgern, heißt es im Bericht.

Technische Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre umfassen unter anderem Zugangskontrollen und Aufzeichnungen über die Nutzung des Systems.