Nokia schraubt Erwartungen herunter
Nach dem trüben Ausblick seines US-Konkurrenten Motorola hat auch der weltgrößte Mobilfunkhersteller Nokia die Erwartungen für sein Handy-Geschäft heruntergeschraubt.
Das Umsatzwachstum bei Handys im zweiten Quartal werde am unteren Ende einer bislang angepeilten Spanne von vier bis zwölf Prozent oder sogar darunter liegen, teilte Nokia mit.
Wie Motorola begründete Nokia die Erwartung mit den wirtschaftlichen Folgen der in Asien ausgebrochenen Lungenkrankheit Sars. Zudem verwies Nokia auf die schwache Weltkonjunktur und die Dollar-Schwäche. Die Prognose für den Quartalsgewinn ließ Nokia unverändert.
An der Börse gaben die Nokia-Aktien zunächst leicht nach, ehe sie zeitweise ins Plus drehten. Rund 40 Minuten nach Vorlage der Prognose waren die Aktien wieder leicht im Minus. Analysten sagten, das Unternehmen habe die Erwartungen der Märkte weitgehend erfüllt. Erst am Pfingstmontag hatte Motorola seine Quartalsprognosen für Umsatz und Gewinn gesenkt und auch für das Gesamtjahr eine Abwärtsrevision angekündigt.
Motorola senkt UmsatzprognosenAllgemein schwache Lage
Der Absatz spiegele die allgemeine schwache konjunkturelle Lage in den USA und Europa, Währungsschwankungen und die Folgen von Sars auf das Verbraucherverhalten vor allem in China wider, teilte das finnische Unternehmen weiter mit.
Der Marktanteil von Nokia-Handys werden gegenüber dem Vorquartal aber steigen und die Sparte werde weiter profitabel bleiben.
Den Pro-Forma-Gewinn je Aktie erwartet Nokia wie schon zuvor mit 0,13 bis 0,16 Euro. Vor einem Jahr hatte Nokia noch einen Pro-Forma-Gewinn von 0,19 Euro je Aktie ausgewiesen.
Als Grund für den Rückgang nannte der Konzern die Umstrukturierungen des Netzwerkgeschäftes. Eine Prognose für das Gesamtjahr gab Nokia nicht ab. Für Mittwoch ist aber ein Zwischenbericht zur Gesamtstrategie geplant.
