Beschwerde gegen DRAM-Strafzoll
Im Streit mit den USA und der EU um Beihilfen für den südkoreanischen Chiphersteller Hynix ist die Regierung in Seoul in die Offensive gegangen.
Noch im Juni solle eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation [WTO] wegen der Verhängung eines Strafzolls von 44,71 Prozent auf Hynix-Importe durch das US-Handelsministerium eingereicht werden, kündigte das Finanzministerium in Seoul an.
Auch im Falle der EU sei Südkorea zur Einschaltung der WTO entschlossen. Allerdings liege aus Europa eine endgültige Entscheidung über Strafzölle auf Hynix-Chips noch nicht vor. Die EU- Kommission hatte im April einen auf vier Monate befristeten vorläufigen Ausgleichszoll von 33 Prozent des Einfuhrpreises auf Produkte des angeschlagenen koreanischen Unternehmens verhängt.
Die südkoreanische Regierung wie auch die Hynix Semiconductor hatten die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung aus den USA und Europa zurückgewiesen. Seoul hatte in einer Erklärung den endgültigen Beschluss des US-Handelsministeriums zur Verhängung des Strafzolls bedauert.
45 Prozent US-Strafzoll gegen Hynix
