Marktforscher warnen vor WLAN-Crash
Das Marktforschungsunternehmen Forrester Research ordnet sich in die Reihen der WLAN-Skeptiker ein und warnt vor einem WLAN-Crash [Wireless Local Area Network].
Nach Ansicht des Unternehmens werde es nicht genügend User für die öffentlichen Hotspots geben, die derzeit überall aus dem Boden schießen.
"Bei all dem Hype über öffentliche WLAN-Hotspots ist es so, als ob der Dot.com-Crash niemals stattgefunden hätte", erklärte Lars Godell, Senior Analyst bei Forrester. "Wir glauben, dass viel von dem für öffentliche Hotspots investierten Geld verschwendet ist."
Verkäufe gestiegen, Preise gesunken
Laut dem US-Marktforschungsunternehmen Gartner wurden 2002
weltweit 19,5 Millionen drahtlose Netzwerke ausgeliefert, was einem
Plus von 120 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Preise
für WLAN-Ausrüstungen sind unterdessen merkbar gesunken.
WLAN-Markt boomt ungebremstZu wenige Notebooks, zu teure Zugänge
Die Analysten bezweifeln vor allem, dass die Kunden bereit sind, Geld für einen öffentlichen WLAN-Zugang auszugeben.
Nach Einschätzung der Marktforscher werden 2008 nur 7,7 Mio. Benutzer in Europa regelmäßig öffentliche Hotspots nutzen. Gleichzeitig werden viele WLAN-Provider mit den hohen Kosten für die Anbindung der Hotspots zu kämpfen haben.
Die Marktforscher begründen ihre Überlegungen damit, dass zurzeit nur zehn Prozent aller Europäer ein Notebook besitzen.
Diese Zahl wird zwar aller Voraussicht nach auf 16 Prozent steigen, doch hohe Preise, schlechte Abdeckung sowie fehlende Roaming-Abkommen und die IT-Sicherheit werden als weitere Bremsen für öffentliches WLAN gesehen.
Mobilfunker gegen WLAN
Als letzte Hürde werden die großen Mobilfunkanbieter gesehen. Sie
haben kein Interesse daran, dass Handys mit WLAN-Technologie eine zu
große Verbreitung finden. Auch Hutchison-Österreich-Chef Berthold
Thoma räumte der UMTS-Konkurrenz im öffentlichen Raum unlängst
geringe Chancen ein.
Preissenkung soll UMTS-Kunden locken
