Zahl der Breitbandanschlüsse steigt rasant
In fünf Jahren wird in Europa laut einer aktuellen Studie ein Drittel aller vernetzten Haushalte via Breitbandzugang im Internet surfen.
Wie das US-Marktforschungsinstitut Forrester Research am Mittwoch mitteilte, sollen 2008 von den 50 Millionen europäischen Breitband-Haushalten 71 Prozent über einen ADSL-Zugang verfügen.
Verlierer werden demnach die Anbieter interaktiver Kabelanschlüsse sein, die im Jahr 2000 noch 53 Prozent Marktanteil im Breitbandgeschäft hatten.
Skandinavische Länder vorne
Im EU-Vergleich werden auch künftig die skandinavischen Länder
die Nase vorne haben: In Schweden und Dänemark haben demnach 2008
mehr als 40 Prozent aller Haushalte einen Breitbandanschluss. Die
südeuropäischen Länder fallen im Vergleich dazu deutlich ab - in
Italien werden nur 24 Prozent aller Haushalte einen Breitbandzugang
haben, in Spanien 18 Prozent und in Griechenland gar nur fünf
Prozent.
Forrester ResearchÖsterreich, Deutschland, die Schweiz, Belgien, Finnland und Großbritannien werden mit einem durchschnittlichen Anteil von 30 bis 35 Prozent "im Mittelfeld liegen", so die Marktforscher.
Die Zahl der Kabelanschlussnutzer soll bis 2008 um fast das Doppelte auf rund zehn Millionen steigen, ihr Marktanteil liege dann jedoch lediglich bei 22 Prozent. Ursache dafür ist laut Forrester die "teure Aufrüstung vorhandener Kabelnetze für interaktive Dienste".
Mit einem Wachstum von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag die Zunahme der Breitbandanschlüsse im Jahr 2002 weit über den Erwartungen der Anbieter. Auch für 2003 wird ein starkes Wachstum erwartet. Derzeit haben rund 20 Millionen Haushalte in Europa einen Breitbandanschluss.
Preismodell entscheidend
Entscheidend für das wachsende Interesse seien laut Forrester Research neue Preismodelle der Internet-Anbieter und "Preissenkungen unter die kritische Grenze von 30 Euro pro Monat". Hinzu komme ein erweitertes Angebot an Diensten.
