IT-Impulse durch E-Government
E-Government entwickelt sich zum Wachstumsmotor für die gegenwärtig nicht vom Erfolg verwöhnte IT-Industrie.
Während der gesamte IT-Markt in Europa dieses Jahr nur um rund zwei Prozent zulegen soll, wachsen die IT-Ausgaben der öffentlichen Hand demgegenüber um zehn Prozent pro Jahr.
Diese Zahlen wurden bei der zweitätigen EU-Konferenz "elektronische Behördendienste" präsentiert, die am Dienstag im italienischen Como zu Ende ging.
An der Konferenz in Como, der ersten größeren Veranstaltung unter der italienischen EU-Ratspräsidentschaft, haben neben 30 Ministern aus der EU, der EFTA und den Beitrittsländern Manager von einem halben Dutzend IT-Giganten wie HP und IBM teilgenommen.
Heimisches E-Government vorbildlichTransparenz und Budget
Die Motive, in E-Government zu investieren, sind sowohl demokratiepolitischer als auch finanzieller Art, wurde bei der Konferenz betont.
"E-Government schafft einen öffentlichen Sektor, der offen und transparent ist und der um das Geld des Steuerzahlers einen hohen Wert liefert", sagte der für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen.
Als Vorteil der Behördenwege via Internet wurde hervorgehoben, dass sich Ausgaben für E-Government sehr schnell bezahlt machten. Es sei einfach billiger, wenn Bürger ihre Formulare im Internet ausfüllten oder sich dort Informationen holten, als wenn Beamte etwa am Telefon Anfragen beantworten müssten.
