09.07.2003

EUROPA

IT-Impulse durch E-Government

E-Government entwickelt sich zum Wachstumsmotor für die gegenwärtig nicht vom Erfolg verwöhnte IT-Industrie.

Während der gesamte IT-Markt in Europa dieses Jahr nur um rund zwei Prozent zulegen soll, wachsen die IT-Ausgaben der öffentlichen Hand demgegenüber um zehn Prozent pro Jahr.

Diese Zahlen wurden bei der zweitätigen EU-Konferenz "elektronische Behördendienste" präsentiert, die am Dienstag im italienischen Como zu Ende ging.

Transparenz und Budget

Die Motive, in E-Government zu investieren, sind sowohl demokratiepolitischer als auch finanzieller Art, wurde bei der Konferenz betont.

"E-Government schafft einen öffentlichen Sektor, der offen und transparent ist und der um das Geld des Steuerzahlers einen hohen Wert liefert", sagte der für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen.

Als Vorteil der Behördenwege via Internet wurde hervorgehoben, dass sich Ausgaben für E-Government sehr schnell bezahlt machten. Es sei einfach billiger, wenn Bürger ihre Formulare im Internet ausfüllten oder sich dort Informationen holten, als wenn Beamte etwa am Telefon Anfragen beantworten müssten.