ProSiebenSat.1-Übernahme genehmigt

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07.02.2007

Die deutsche Kontrollkommission gibt grünes Licht für die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat.1 durch KKR und Permira.

Die Medienkommission KEK hat die Übernahme des TV-Konzerns durch Finanzinvestoren als unbedenklich bewilligt. Mit dem Kauf der Sendergruppe durch die Lavena Holding 4 GmbH sei die Meinungsvielfalt nicht in Gefahr, teilte die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich [KEK] am Mittwoch in Potsdam mit.

Die Lavena Holding 4 GmbH wird von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrolliert. Eine Entscheidung des Bundeskartellamts steht noch aus.

Keine vorherrschende Meinungsmacht

Mit einem Zuschaueranteil von 21,1 Prozent in der Zeit von Dezember 2005 bis November 2006 verfüge die Sendergruppe über keine vorherrschende Meinungsmacht. Die Beteiligungsgesellschaften Permira und KKR hielten keine weitere Anteile am bundesdeutschen Fernsehen, und die von beiden Finanzinvestoren gehaltene Senderkette SBS sei auf dem deutschen Markt nicht aktiv, hieß es zur Begründung.

Zwar könnten in Zukunft SBS und ProSiebenSat.1 kooperieren. Sie würden dabei aber mit der ebenfalls auf europäischer Ebene aktiven RTL Group nachziehen. Dabei seien eher internationale Auswirkungen als Folgen für den deutschen TV-Markt zu erwarten. Die Beteiligung von Permira am Handy-Provider debitel und damit eine mögliche Verflechtung mit Diensten für mobiles Fernsehen sei angesichts der noch geringen Marktdurchdringung von Handy-TV unbedenklich, teilte die KEK weiter mit.

Die Lavena Holding 4 GmbH hatte im Dezember Ende 2006 den Konzern ProSiebenSat.1 von einer Investorengruppe um den Amerikaner Haim Saban für rund drei Milliarden Euro übernommen.

(dpa)