Vodafone verzichtet auf UMTS-Start 2003
Bei Vodafone D2 wird ein breiter kommerzieller UMTS-Start für Konsumenten in diesem Jahr immer unwahrscheinlicher.
"Wir wollen alles vermeiden, was zu Enttäuschungen bei den Kunden führt", sagte der Mobilfunkchef Jürgen von Kuczkowski heute in Düsseldorf. Gleichwohl werde das Unternehmen die Auflagen voll erfüllen und bis zum Jahresende mindestens 25 Prozent UMTS-Netzabdeckung erreichen. Einen möglichen Starttermin wollte Kuczkowski nicht nennen.
UMTS-Pläne mehrfach revidiert
In den vergangenen Jahren hatten die Anbieter ihre ursprünglichen
UMTS-Pläne mehrfach revidiert. Einige Betreiber wollten bereits im
Herbst vergangenen Jahres starten. Inzwischen will sich keiner der
vier verbliebenen deutschen Mobilfunkunternehmen [T-Mobile, Vodafone
D2, E- Plus, O2] auf einen Zeitpunkt festlegen.
Drei Millionen Neukunden bei VodafoneEngpass bei UMTS-Endgeräten
Als wesentlicher Engpass gilt vor allem die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von UMTS-Handys. "Mit fehlender Endgeräte-Auswahl und mit Kinderkrankheiten zu starten, halten wir für fatal", betonte Kuczkowski.
Durch Preissenkungen bei Kamerahandys und die beginnende Urlaubszeit sei das Produkt, mit dem Vodafone auch in das UMTS- Zeitalter gehen will, in Deutschland in den vergangenen Wochen zu einem Kassenschlager geworden.
Im Juli seien die aktuellen Zahlen auf 700.000 empor geschnellt. Ende 2003 soll die Millionengrenze deutlich überschritten werden. Im kommenden Weihnachtsgeschäft werde jedes zweite Mobilfunkgerät ein Kamerahandy sein, prophezeite Kuczkowski.
