Samsung

Flash-Festplatten nehmen Fahrt auf

31.03.2007

Kaputte Festplatten sind die häufigste Ursache für Notebook-Ausfälle. Robuste Flash-Speicher sollen in den nächsten Jahren Einzug in den mobilen Computeralltag halten. Derzeit ist die Speicherkapazität der schnellen und leisen Festspeicher auf maximal 64 Gigabyte begrenzt.

Müssen Notebooks derzeit unterwegs noch weich gebettet werden, könnte den mobilen Rechnern schon bald ein rauerer Umgang drohen. Derzeit vor allem in Musikplayern und Handys, werden erschütterungsunempfindliche Flash-Speicher im 1,8-Zoll-Format in den nächsten Jahren auch die rotierenden Magnetspeicher in Notebooks ersetzen.

Zwar sind erste Geräte bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, doch noch sind die Flash-Notebooks zu teuer, um jenseits von Spezialanwendungen auch auf den Massenmarkt durchzudringen.

Laut der Marktforschungsfirma Gartner soll sich dies jedoch bald ändern. Die Marktforscher erwarten eine Verachtfachung der weltweite Nachfrage nach so genannten Solid State Disks [SSDs] in den nächsten drei Jahren von vier Millionen auf 32 Millionen Stück im Jahr 2010.

Lautlose Leichtgewichte

Neben dem geringeren Gewicht und quasi lautlosem Betrieb im Gegensatz zur Festplatte sind die SSDs auch weniger empfindlich gegen Erschütterungen, da sie ohne bewegliche Bauteile auskommen.

Die Schreib- und Lesegeschwindigkeit der Festspeicher soll die der Festplatten laut den Herstellern um das Zwei- bis Vierfache übertreffen, der Stromverbrauch bei der Hälfte liegen.

64 Gigabyte SSD von Samsung

Die bisher erhätlichen SSD-Speichergrößen sind mit 16 bzw. 32 Gigabyte noch recht bescheiden bestückt. Die ersten 64-Gigabyte-Speicher von Samsung sind für diesen Sommer angekündigt.

Samsung nennt dabei eine Leserate von 64 MB/s, beim Schreiben sollen 45 MB pro Sekunde erreicht werden. Der angepeilte Verkaufspreis der 15 Gramm leichten Festspeicher wurde noch nicht genannt.

Derzeit könne die einzelnen Flash-Speicherzellen ihren Status nur begrenzt oft wechseln, d. h. nur begrenzt oft neu beschrieben werden. Die neuen Disks sollen dafür sorgen, dass nicht ständig dieselben Zellen benutzt werden, sondern sich wiederholende Aufgaben an den Arbeitsspeicher weitergeleitet werden. Das soll die Lebensdauer signifikant erhöhen.

Die Lebensdauer einer SSD ist mit zwei Millionen Stunden angegeben, über sechs Mal mehr als bei einer herkömmlichen mechanischen Festplatte.

(futurezone | Livescience.com)