Cisco will "Erlebnisse schaffen"
Der US-Netzwerkausrüster Cisco will künftig auch verstärkt auf Kommunikations- und Kollaborationslösungen für Endnutzer setzen.
In der Vergangenheit wurde Cisco meist mit technologischen Lösungen für Netzwerke [Routing & Switches] in Verbindung gebracht. Künftig will der Netzwerkausrüster jedoch auch mit Lösungen für Endnutzer punkten. "Nicht nur im Schaltschrank und präsenter beim Endnutzer" heißt die neue Ausrichtung.
"Human network"
Als ein erster Schritt dazu hat die Österreich-Tochter des US-Unternehmens Donnerstagabend seine Vision für ein "human network" vorgestellt. Cisco wolle "Erlebnisse schaffen", sagte Carlo Wolf, General Manager Cisco Austria und Managing Director Alpine Region.
Daher setze man auf die Kommunikation und Zusammenarbeit von Endnutzern [mass collaboration].
Diese Bestrebungen spiegeln sich auch in Zukäufen von Cisco wieder.
"Erste Früchte"
Die neue Ausrichtung auf Endkunden zeige schon erste Früchte. Mit "TelePresence", das Wolf nicht als Videokonferenzsystem verstanden wissen will, wurde ein neuer Weg bei der Abhaltung virtueller Meetings begangen. Hier seien [fast] alle Komponenten - auch FlatScreens, Mikrofone - von Cisco selbst entwickelt worden.
Eine weitere jüngere Innovation ist "IPICS", wo die Zusammenführung von verschiedenen Funktechnologien vor allem für Einsatzorganisationen von Interesse sein könnte.
Zwar dominiert die Ausrüstung von Netzwerken mit rund 70,4 Prozent noch immer das Cisco-Geschäft. Für die neuen Geschäftsfelder sieht Wolf jedoch hohe Wachstumsraten. So soll etwa der Bereich "unified communication" im europäischen Raum in den nächsten Jahren um 40 Prozent wachsen.
Cisco hat im zweiten Geschäftsquartal bei einem Umsatz von 8,4 Milliarden Dollar einen Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar [1,47 Mrd. Euro] erzielt.
(futurezone | APA)
