Sony-Spielechef Kutaragi tritt ab
Ken Kutaragi, der "Vater der PlayStation", tritt als Chef der schwächelnden Sony-Spielesparte ab. Sony hatte zuletzt Stellenkürzungen angekündigt.
Kutaragi werde seinen Posten zum 19. Juni niederlegen, als ehrenamtlicher Direktoriumschef und als technischer Berater Sony aber weiter unterstützen, teilte Sony Computer Entertainment [SCEI] am Donnerstag mit.
Nachfolger des 56-Jährigen werde der SCEI-Präsident und Vorstand für das operative Geschäft, Kazuo Hirai.
Harte Zeiten für die Spielesparte
Kutaragi war maßgeblich an der Entwicklung der erfolgreichen Spielkonsole PlayStation und ihrer zweiten Generation beteiligt, mit denen Sony den gut 20-Milliarden-Euro-Markt über Jahre beherrschte.
Wegen der riesigen Startkosten für die PlayStation 3 ist die Spielesparte aber derzeit das größte Sorgenkind des Konzerns.
Knapp einen Monat nach dem Europa-Start der PlayStation 3 überlegt Sony Stellenkürzungen in seiner Spielesparte.
Konkurrenz setzt zu
Zudem machen die bei den Kunden beliebten und günstigeren Konkurrenzkonsolen Xbox 360 von Microsoft und Wii von Nintendo Sony zu schaffen.
Im vergangenen Geschäftsjahr dürfte die Spielesparte einen Verlust von über einer Milliarde Euro eingefahren haben.
(Reuters)
