Lego bleibt doch digital
Der dänische Spielwarenkonzern Lego hat letzte Woche eigentlich einen radikalen Kurswechsel angekündigt:
Nach einem Rekordverlust im letzten Jahr wurde die Digitalisierungsstrategie der letzten Jahre verworfen, was auch das Ende für die ökonomisch nicht erfolgreichen, aber in Bastler- und Hacker-Kreisen extrem beliebten "Mindstorm"-Roboter bedeutet hätte.
In einer aktuellen Erklärung deutet Lego das jetzt allerdings als "Missverständnis" und beteuert, dass die Roboterserie weitergeführt wird.
Die zunehmende Konkurrenz von Computerspielen und eine schwache Konjunktur haben Lego nach einem sehr schwachen Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,4 Mrd. Kronen [174 Mio. Euro] eingebracht.
Die Lego-ErklärungUnternehmenschef gefeuert
Bei einer überraschend einberufenen Bilanzpressekonferenz teilte der Sprecher der Eignerfamilie, Kjeld Kirk Kristiansen, vor einer Woche die sofortige Trennung vom bisherigen Unternehmenschef Poul Plougmann mit, der für die digitale Ausrichtung der Lego-Produkte verantwortlich zeichnete.
Die nach den ersten Verlusten 1998 eingeschlagene Strategie, mit völlig neuen Produkten Wachstum und Gewinne zu sichern, sei fehlgeschlagen, begründete Kristiansen den Schritt.
Ob sich Lego ob der Enttäuschung der Mindstorm-Fans jetzt doch anders besonnen hat oder ob es sich bei der vermeintlichen Einstellung der Produktlinie wirklich um ein Missverständnis handelte, wird wohl ungeklärt bleiben.
